Wohnen

Begriffe:

  • Eigenmietwert: Steuerwert ist die Basis für den Eigenmietwert und wird alle paar Jahre neu festgelegt durch den Index, welchen Kantonsparlament oder Regierung beschliessen. Muss als Einkommen versteuert werden.
  • Steuerwert: Entspricht ca. 70% des Marktwerts und ist als steuerbares Vermögen zu deklarieren. Basis ist der Kauf- oder Baupreis, aber der Kanton schickt im Zweifel auch Experten zur Einschätzung vor Ort und berücksichtigt den indexierten Gebäudeversicherungswert.
  • Verkehrs- oder Marktwert: Entspricht dem Preis, der auf dem freien Markt erzielbar ist für den Verkauf.
  • Versicherungswert: Wert der Liegenschaft ohne Landanteil und wird von der Gebäudeversicherung periodisch festgelegt/angepasst.

Abgabeprotokoll

  • Das Abgabeprotkoll muss nicht unterschrieben werden, d.h. es besteht keine Pflicht zur Unterschrift!
  • Wer nicht mit dem Abgabeprotokoll einverstanden ist, sollte nicht unterschreiben, denn mit einer Unterschrift anerkennt man die aufgeführten Schäden. Lässt man die Unterschrift weg, so kann man sich später noch rechtlich beraten lassen.
  • Am Ende eines Abgabeprotokolls werden gerne noch Hinweise angegeben, dass die Mieterschaft verpflichtet für allfällige Reparaturkosten aufzukommen. Solche Formulierungen müssen nicht akzeptiert werden und sind zu streichen oder sonst Unterschrift verweigern.

Säule 3a für Wohneigentum

Teilbezüge sind normalerweise bei einem Säule 3a Konto nicht möglich, es muss alles aufs Mal bezogen werden. Eine Ausnahme bildet der Bezug fürs Wohneigentum, da sind Teilbezüge alle fünf Jahre möglich. Weiter zu beachten ist:

  • Der Bezug ist aber nur für selbstbewohntes Wohneigentum erlaubt
  • Der Bezug ist auch für wertvermehrende Investitionen erlaubt, z.B. Umbauten, Photovoltaik, Sonnenkollektoren
  • Kein Bezug gibt es für werterhaltende Massnahmen, d.h. des gewöhnlichen Unterhalts

Videoüberwachung

Beim Einsatz einer Videoüberwachung gilt zu beachten:

  • Es darf nur das eigene Grundstück bzw. Haus damit gefilmt werden, d.h. ohne Nachbarn
  • Das Nachbarsgrundstück darf nur dann mitgefilmt werden, denn der Nachbar sein schriftliches Einverständnis dazu gibt
  • Ein Hinweisschild oder Hinweistafel muss gut sichtbar angebracht werden, damit alle Personen im Aufnahmefeld darüber informiert sind.
  • Gefilmte Personen haben ein Auskunftrecht
  • Aufnahmen sollten nach ca. 24h gelöscht werden, falls keine besonderen Ereignisse aufgezeichnet wurden
 
wohnen.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/06 11:13 von elmar · [Ältere Versionen] · [Links hierher]