Betreibung

  • In der Schweiz kann jeder jeden betreiben ohne grosse Probleme, da das Betreibungsregister alles vermerkt, ob gerechtfertigt oder nicht wird nicht geprüft
  • Gegen Betreibungen kann Rechtsvorschlag innert 10 Tagen nach Erhalt des Zahlungsbefehls erhoben werden, hierfür das entsprechende Feld auf dem Befehl ausfüllen und abschicken
  • Mit dem Rechtsvorschlag wird die Betreibung zwar gestoppt, aber nicht aufgehoben: Der Eintrag im Betreibungsregister bleibt
    • Möchte der Betreiber trotzdem das Geld, dann muss er vor Gericht
    • Möchte der Betriebene den Eintrag löschen lassen, dann muss er vor Gericht mit einer negativen Feststellungsklage, falls der Betreiber nicht frewillig und selber den Eintrag entfernen lässt

Leider ist der Gang vor Gericht mit happigen Gerichtskostenvorschüssen behaftet, was die Entfernung eines ungerechtfertigten Eintrages nicht einfacher macht.

Verzugsschaden nicht zahlen

Es gibt Inkassounternehmen, die nebst dem ausstehenen Betrag und einem Verzugszins auch noch einen „Verzugsschaden“ geltend machen wollen. Gemäss Art. 27 im Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes müssen Schuldner aber nicht die „Dienstleistung“ der Inkassofirmen berappen. Zitat: Die Kosten der Vertretung dürfen nicht dem Schuldner überbunden werden. Somit sind „Verzugsschaden“ nicht zu zahlen und können vom Rechnungsbetrag abgezogen werden. Möchte ein Inkassounternehmen dies trotzdem geltend machen, wendet man sich besser an ein Kosumentenblatt oder an den eigenen Rechtschutz. Danach verzichten die meisten Firmen „einmalig aus Kulanz“.

 
betreibung.txt · Zuletzt geändert: 2016/03/13 10:57 von elmar · [Ältere Versionen] · [Links hierher]